Naschgarten für alle

Nachdem die Grafenrheinfelder Grünen seit der Gründung des Ortsverbandes jährlich einen Baum gepflanzt haben, gibt es dieses Jahr einen Naschgarten für Alle! Gemeint sind alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde.

Nicht nur Bäume, sondern auch kleinere Pflanzen wie Beerensträucher, Kräuterstauden und Blumen sorgen für Sauerstoff, Artenreichtum, Insektenfreundlichkeit und erfreuen das Auge und den Gaumen beim Genuss.

Die grüne Oase am Finkenweg soll allen Menschen dienen. Traditionelle und neue Beerenarten wie Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren, Kiwibeeren, Jostabeeren, Stachelbeeren und Trauben sorgen für ein abwechslungsreiches, saisonal unterschiedliches Angebot.

Weltweit gibt es seit fast 20 Jahren das Konzept der „Essbaren Stadt“ und auch in Deutschland finden sich mehrere gelungene Projekte dieser Art, wie z. B. in Andernach, Kassel und Bingen. Teile von Freizeitflächen wie Fußgängerzonen, Parks, Spielplätze oder sogar Verkehrsinseln werden mit essbaren Pflanzen bepflanzt, oft von den Stadtbewohnern selbst. Das Bedürfnis der Stadtbevölkerung nach Produktion und Konsum von eigenen, gesunden Nahrungsmitteln im knappen städtischen Raum liegt klar auf der Hand. In einem Dorf wie Grafenrheinfeld besitzen zwar viele Familien eigene Gärten, manche aber auch nicht. Außerdem werden leider gerade in ländlichen Siedlungen viele Gärten mit Steinen zugeschüttet, gepflastert oder betoniert, sodass ökologisch wertvolle, naturnahe Flächen für Pflanze, Mensch und Tier verloren gehen.

Der Naschgarten für Alle soll ein Vorbild sein für weitere wirklich grüne Inseln im Dorf, die gemeinsam gepflegt werden und die Selbstversorgung mit leckeren Lebensmitteln stärken. Das Motto dabei ist „Pflücken erlaubt!“. (Barbara Schug)