Eine Esskastanie für Grafenrheinfeld!

Wieso die Esskastanie (= Edelkastanie)?

Diese optisch sehr attraktive, schön blühende und bezaubernd duftende Baumart ist bienen-,vogel- und nagetierfreundlich und erlebt derzeit bundesweit sowie in vielen europäischen Ländern eine bemerkenswerte Renaissance. Schon länger heimisch in den Weinbaugebieten am Rhein, ist die aus dem Süden eingewanderte, wärmeliebende Esskastanie mit ihren tiefreichenden Wurzeln sehr geeignet für eine vom Klimawandel bestimmte Zukunft, auch bei uns in Mainfranken! Die nahrhaften Früchte(Maronen), einst als „Brot der Armen“ geschmäht, werden heute wieder von der Gastronomie als schmackhafte und glutenfreie Zutat entdeckt.

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Die Esskastanie im Jahresverlauf

Das Esskastanienjahr beginnt schon Ende April mit dem Blattaustrieb. Gut einen Monat später zeigen sich die langen, blassgelben männlichen Blütenstände. Die kleineren weiblichen Blüten öffnen sich am gleichen Baum erst anderthalb Wochen später. Im zunächst fest verschlossenen, dicht stacheligen Fruchtbecher wachsen schließlich bis zum Herbst die Kastanien heran. Erst zur Reife ab Oktober öffnen sich die Becher und entlassen jeweils drei Früchte. Mäuse machen sich dann über die Esskastanien ebenso her wie Eichhörnchen, Siebenschläfer, Eichelhäher oder Krähen. Da so manche im Boden versteckte Kastanie vergessen oder nicht mehr wiedergefunden wird, sorgen die Tiere auch für die erfolgreiche Fortpflanzung der Bäume.

Verwendung

Wohl keine andere Baumart kann eine so vielseitige Verwendung aufweisen wie die Esskastanie, die eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt ist. Wo diese Baumart wuchs, ließ sich der Mensch nieder. In vielen Regionen südlich des Alpenhauptkamms wurde die Kastanie auf felsigem Terrain kultiviert, wo kein Getreideanbau möglich war. Dort war die Kastanie, ob geröstet, gebraten oder zu Mehl verarbeitet, die wichtigste Kohlenhydratquelle. Pro Familienmitglied wurde mit 150 bis 200 kg Maronen gerechnet, etwa der jährliche Ertrag eines Baumes. Das dauerhafte und biegsame Kastanienholz ist verschiedenartig verwendbar. Dank seiner Qualität und Widerstandsfähigkeit wird es im Lawinen- und Wasserverbau, ebenso im Schiffsbau sowie für Eisenbahnschwellen, Pergolen, Kinderspielplätze, Rebenstickel und Fassdauben verwendet.

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Quellen: NABU.de und Waldwissen.net

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